Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Rheinland-Pfalz

Rund um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.01. organisiert der rheinland-pfälzische Landtag auch 2021 ein vielfältiges Programm, das QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. erneut als Kooperationspartner mitgestaltet. 

Landesweites Programmheft (Stand Dez. 2020)

Veranstaltungen der Mainzer Erinnerungswochen:

Mainz, 23.01.2021, 15.30 Uhr:

Stadion-Aktion beim Spiel Mainz 05 vs. RB Leipzig

Ort: Opel-Arena, Eugen-Salomon-Straße 1, Mainz

Veranstaltende: 1. FSV Mainz 05 in Kooperation mit FC Ente Bagdad, QueerNet RLP,  dem Fanprojekt Mainz, den Supporters Mainz und der Fan-Abteilung von Mainz 05

Online, 27.01.2021,19.05 Uhr:

Queer vadis, Mogontiacum?! – Einblicke ins queere Stadt- und Fußball-Leben

Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=dPt0HiZCeuE

In einer vom Fanprojekt Mainz e.V., der Fan-Abteilung des 1. FSV Mainz 05 und den Supporters Mainz e.V. gemeinschaftlich organisierten virtuellen Podiumsdiskussion ergründen spannende Gäste, wie es den Menschen der LGBTQIA*-Gemeinschaft in der Stadt Mainz ergeht.

Teilnehmende:

• Tankred Braun (USM)
• Markus Delnef (Gründungsmitglied der Meenzelmänner und Queer Football Fanclubs)
• Diana Glaesser (Vorstand LBSK e.V. / Trägerverein der Bar jeder Sicht)
• Friedrich Hofmann (Vorstand Mainzer Carneval Club, “Der Till des MCC”)
• Stefan Hofmann (Vereins- und Vorstandsvorsitzender 1. FSV Mainz 05)
• Jonas Schuster (Pädagogischer Leiter Nachwuchsleistungszentrum 1. FSV Mainz 05)

Moderation: Christian Deker (ZDF)

Veranstaltende: Fanprojekt Mainz, Fan-Abteilung von Mainz 05, Supporters Mainz in Kooperation mit QueerNet RLP

Online, 29.01.2021, 19.30 Uhr:

Unterdrückt und versperrt: Lesbische Liebe während Nationalsozialismus und früher Bundesrepublik

Vortrag von Dr. Kirsten Plötz, Historikerin

Livestream: https://www.youtube.com/user/EnteBagdad

Das sogenannte „Sittengesetz“ sah jede außereheliche Sexualität, die nicht der Kinderzeugung diente, als verwerflich an. Im Nationalsozialismus wurde das „Sittengesetz“ – u. a. mit Rassismus vermischt – erbarmungslos durchgesetzt. Allerdings waren 1933 bis 1945 nicht die Ehe, sondern die Kinderzeugung für die „Volksgemeinschaft“ und Ausgrenzung der Diffamierten bis hin zum Mord zentral. Ab 1945 war das „Sittengesetz“ in Westdeutschland eine Grundlage sowohl des Straf- als auch des Ehe- und Familienrechts. Nun wurde die Ehe ins Zentrum gestellt. Als Begründung galt jetzt die katholische Soziallehre. Lesbische Liebe war relativ unsichtbar und wurde gleichzeitig bestraft, unterdrückt, versperrt. Im Falle der Scheidung drohte Müttern mit lesbischen Beziehungen der Sorgerechtsentzug.

Veranstaltende: FC Ente Bagdad und QueerNet RLP in Kooperation mit dem 1. FSV Mainz 05 und dem Landessportbund Rheinland-Pfalz

Online, 09.02.2021, 19.00 Uhr:

Da war es schön, wenn ich […] abends für meinen Sport trainieren konnte.“ Die Erinnerungen Walter Grünfelds und der jüdische Sport in Mainz

Vortrag von Henrik Drechsler

Livestream: https://www.youtube.com/channel/UC6AudU3BZKXdwNMQMNkbyHg

Walter Grünfeld, Jahrgang 1921, war ein jüdischer Mainzer, der in den 1930er-Jahren in jüdischen Sportvereinen sehr akiv war und insbesondere im Boxsport einige Erfolge feierte. Sein Schicksal spiegelt die Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung aus dem sozialen Leben wider.

Veranstaltende: Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz in Kooperation mit dem FC Ente Bagdad, dem Landessportbund Rheinland-Pfalz, dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V. und dem Förderverein Osthofen e.

Flyer der Mainzer Erinnerungswochen