Flyer „Informationen für Multiplikator_innen in der Flüchtlingshilfe“ zum Download

Schwul, lesbisch, bisexuell, transident oder intersexuell zu sein ist weder eine Krankheit noch eine Sünde, sondern Teil der Vielfalt menschlicher Identitäten. Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transidente und Intersexuelle sind in Deutschland gesetzlich vor Diskriminierung geschützt.

Die Verfassung Deutschlands, das Grundgesetz, stellt fest:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten uns zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt  (Artikel 1)

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen einer Behinderung benachteiligt werden. (Artikel 3, Absatz 1 und 3)

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG):

Das Gesetz schützt alle Menschen (Frauen, Männer, Transidente, Intersexuelle) unabhängig von ihrer sexuellen Identität vor Diskriminierung.

Das AGG setzt sich unter anderem dafür ein, dass keinem Menschen der Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnraum und öffentlichen Einrichtungen verwehrt wird.

In Rheinland-Pfalz gibt es in mehreren Städten Gruppen und/oder Zentren, die sich als Anlaufstelle und Treffpunkt für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidenten und Intersexuelle (LSBTI) verstehen.

Dort findest du Beratung, es gibt Gruppen für verschiedene Interessen und Belange (zum Beispiel Sportgruppen, Gruppen für schwule und lesbische Personen, Gruppen für Transidente, spezielle Angebote für Jugendliche unter 27 Jahren…) und wir bieten dir in unseren Einrichtungen Raum, um offen über deine geschlechtliche und sexuelle Identität zu sprechen.

Unter welchen Voraussetzungen können Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transidente in Deutschland Asyl erhalten?

Sie können Asyl erhalten, wenn sie in ihrem Heimatland wegen ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität  verfolgt werden oder ihnen dort Bestrafung, Gefahr für Leib und Leben oder eine unmenschliche, erniedrigende Behandlung droht.

Entspricht die Rechtslage für Transidente im Herkunftsland bezogen auf ihre körperliche Unversehrtheit nicht der Rechtsprechung zum deutschen Transsexuellengesetz, so kann dies in Verbindung mit anderen Punkten, die insgesamt zu einer schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung führen, ebenfalls ein Asylgrund sein.

Der Fluchtgrund muss nicht bewiesen, aber von Anfang an schlüssig, detailliert und ohne Widersprüche vorgetragen werden.

Bei der Flucht aus „sicheren Herkunftsstaaten“ müssen lesbische, schwule, bisexuelle, und transidente Flüchtlinge erklären, dass ihnen in ihrem Land abweichend von der allgemeinen Lage Verfolgung droht.

Wenn der Asyl-Antrag abgelehnt wurde, kann unter bestimmten Umständen die Genfer Flüchtlings-Konvention Schutz vor Abschiebung bieten.

Trier

SCHMIT-Z – queeres Zentrum
Mustorstraße 4
54290 Trier

Webseite: www.schmit-z.de
E-Mail: info@schmit-z.de

Mainz

Bar jeder Sicht
Kultur- und Kommunikationszentrum für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Intersexuelle
Hintere Bleiche 29, 55116 Mainz

Webseite: www.barjedersicht.de
E-Mail: info@barjedersicht.de

Beratung: beratung@barjedersicht.de

Rainbow Refugees Mainz
Unterstützungsgruppe für geflüchtete LSBTI
Treffen am 3. Donnerstag im Monat um 19 Uhr in der Bar jeder Sicht

Webseite: https://rainbow-refugees-mainz.jimdosite.com/

E-Mail: rrm-team@gmx.de